Kochel am See Nr. 8 „Bäck“
Heute Schmied-von-Kochel-Platz 3
Das Anwesen dürfte um 1500 gegründet worden sein.
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um 1700
Michael Guglhör (geb. vor 1662 in Kochel gest. 15.5.1727 in Kochel), „Wirt“ auf Kochel Nr. 25. Die Wirtschaft hat er vom Vater gegen 1 600 fl übernommen.
Um 1700 errichtet er im Haus Nr. 8 eine Bäckerei.
Michael Guglhör war Gemeiner bei der 8. Korporalschaft der Landesdefension.
Am 13.10.1687 heiratet er Maria Zwerger (geb. 22.4.1666 in Walchensee gest. um 1714 in Kochel) von Walchensee Nr. 60 „Waltlbauer“. Sie hat 500 fl und 1 Kuh.
In zweiter Ehe heiratet er 1714 die Witwe Anna Wittich (geb. in Leutasch gest. 5.11.1728 in Kochel).
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19.1.1701
Joseph Guglhör ( geb. 7.9.1681 in Kochel gest. 22.7.1752 in Kochel) Bäcker und Wirtssohn vom „Wirt“ auf Kochel Nr. 25.
Er kauft das Anwesen Nr. 8 „Bäck“ mit Landwirtschaft und Bäckerei um 700 fl vom Bruder, Wirt Michael Guglhör.
Das Haus brannte vor 1714 bis auf den Grund ab.
Joseph war Gemeiner der XIII. Korporalschaft der Landesdefension.
Er heiratet am 7.2.1701 Magdalena Krinner (geb. 29.8.1661 in Ort gest. um 1713 in Kochel) von Ort Nr. 49 „Karlbauer“ und in zweiter Ehe 1714 Catharina Moosmüller (geb. 29.8.1692 in Kochel gest. 27.7.1767 in Kochel) von Kochel Nr. 9 „Moar Landfried“.
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4.5.1733
Johann Guglhör (geb. 7.12.1707 in Kochel gest. 19.2.1786 in Kochel), Bäcker, übernimmt nach dem Tod des Vaters.
Er heiratet am 4.5.1733 Maria Elisabeth Pössenbacher (geb. in Ohlstadt gest. 19.4.1780 in Kochel) vom „Pessenbacher“ in Ohlstadt Nr. 74.
1740 quittiert Johann Guglhör, Bäcker in Kochel, verheiratet mit Johann Pessenbachers Schwester Maria Elisabeth dem Schwager über 923 fl Heiratgut, das er in den letzten Jahren „fristenweis empfangen“ hat.
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12.2.1776
Johann Nepomuk Guglhör (geb. 9.5.1747 in Kochel gest. 25.10.1780 in Kochel), Bäcker, übernimmt vom Vater und heiratet am 12.2.1776 Maria Anna Klas (geb. geb. ca. 1752, gest. 07.08.1817)
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24.10.1781
Jacob Krinner (geb. 4.5.1750 in Ort gest. 1.6.1785 in Kochel), Bäcker, übernimmt durch Heirat der Witwe Maria Anna Guglhör, geb. Klas am 24.10.1781. Er stammt von Ort Nr. 49 „Karlbauer“.
Keine Kinder aus dieser Ehe.
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05.05.1788
Die Witwe Maria Anna Krinner, verwitwete Guglhör, geb. Klas heiratet am 05.05.1788 mit Bonifaz Finsterwalder (geb. um 1735 in Forst gest. 8.8.1805 in Kochel) von Hof im Forst bei Wessobrunn zum dritten Mal.
Das Anwesen wurde dem Bonifaz Finsterwalder nicht angeheiratet, sondern sollte den Kindern des 1. Mannes gehören.
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26.9.1808
Johann Guglhör (geb. 30.1.1777 in Kochel gest. 27.7.1825 in Kochel), Bäcker, übernimmt von der Mutter und heiratet am 26.9.1808 Maria Anna Pössenbacher (geb. 1788 in Ohlstadt gest. in Kochel.
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1809
Die Tiroler Soldaten haben dem Johann Guglhör alles Vieh bis auf 1 Kuh genommen.
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1816
Johann Guglhör verkaufte das Bäckeranwesen 1816 an Joseph Lautenbacher (geb. 8.01.1768 gest. 23.01.1842) von Ort Nr. 50 „Erhart“, der es seinem Sohn Joseph Lautenbacher (geb. 4.5.1798 in Ort gest. 17.2.1869 in Kochel), Bäcker, übergab.
Er heiratet am 22.10.1821 Maria Lautenbacher (geb. 14.11.1800 in Mühlhabing bei Murnau gest. 18.12.1867 in Kochel).
Johann Guglhör lebte dann als Viehhirte in der Badstube.
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5.2.1866
Joseph Lautenbacher (geb. 21.9.1823 in Kochel gest. 28.6.1889 in Kochel), Bäckermeister, übernimmt vom Vater und heiratet am 5.2.1866 Anna Burkhart (geb. 8.10.1845 in Kohlgrub gest. 27.1.1915 in Furth bei Deisenhofen, Gemeinde Oberhaching, bei München, wohin sie sich ein zweites mal verheiratet hat mit Zitzelsberger.
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18.2.1901
Johann Lautenbacher (geb. 1.4.1869 in Kochel gest. 12.2.1933 in Kochel), Bäckermeister, übernimmt von der Mutter und heiratet am 18.2.1901 Anna Gamperl (geb. 2.4.1876 in Tetting bei München gest. in Kochel).
Keine Kinder
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1914-1918
Johann Lautenbacher gab während des 1. Weltkrieges (1914-1918) die Bäckerei auf, verpachtete auch die Landwirtschaft und führte nur die Krämerei fort.
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1933
Nach dem Tod von Johann Lautenbacher wurde das Haus vollkommen zu einem Geschäfts- und Mietshaus umgebaut.
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Nach dem Tod der Anna Lautenbacher, geb. Gamperl bekam das Anwesen deren Nichte Therese Grätz (geb. 3.2.1891 gest. in Kochel), Tochter einer Schwester der Hausmutter.
Diese vererbte das Anwesen an ihre Geschwister Otto Grätz (geb. 14.09.1899) und Maria Grätz (geb. 25.04.1895)