Döller Lenz

Kochel am See Nr. 35 „Döller Lenz“

Heute Schlehdorfer Str. 10

Das Dölleranwesen dürfte nach 1400 gegründet worden sein. Das genaue Gründungsjahr könnte nur durch eine Archivnachforschung ermittelt werden. Bestimmt aber stammen die Döller vom Wirt Kochel 25, der sich zuerst „Tolli“, dann „Telle“ und schließlich „Dölle“ nannte. Der „Döllerhof“ muss ein ziemlich großer Hof gewesen sein, der dann kurz vor 1500, etwa 1490, wie der Moar Kochel 10 aufgeteilt wurde. Von da an gab es dann den Döller Lenz und den Döller Sepp. Dem Döller gehörte einstmals das nach ihm benannte Döllerfeld. Durch Heirat, Grundtausch und Grundverkauf in den vergangenen Jahrhunderten wurde dieses aufgeteilt auf verschiedene Besitzer.

Erst ab dem Dreißigjährigen Krieg haben wir die laufenden Aufzeichnungen der Familienmitglieder.

  • Benedict Dölle (geb. in Kochel gest. U vor 1661 in Kochel) übernimmt und heiratet Anna.

  • 19.7.1666

    Gregor Dölle (geb. in Kochel gest. 3.1.1690 in Kochel) übernimmt vom Vater und heiratet am 19.7.1666 Rosina Schmid (geb. in Kiensee U 14.1.1698 in Kochel).

  • 18.7.1695

    Georg Dölle (geb. 26.3.1673 in Kochel gest. 5.3.1749 in Kochel) übernimmt vom Vater. Er war Gemeiner bei der 13. Korporalschaft der Landesdefension.

    Am 18.7.1695 heiratet er Magdalena Demmel (geb. in Pfisterberg gest. 7.2.1721 in Kochel).

    In zweiter Ehe heiratet er am 21.7.1721 Apollonia Sindlhauser (geb. in Laingruben, seit 1865 = Benediktbeuern gest. nach 10.1753). Keine Kinder.

  • 1746

    Das Haus brannte ab und blieb 7 Jahre lang Brandstätte.

  • 24.10.1753

    Melchior Schmid (geb. in Bichl gest. 30.6.1764 in Kochel vom Blitz erschlagen) übernimmt durch Kauf um 280 fl, dem damaligen Wert von etwa 7 Kühen, von der Witwe Apollonia Dölle, geb. Sindlhauser.

    Am 8.11.1753 heiratet er Maria Wörschhäuser (geb. um 1730 in Wolfhay bei Tölz gest. 29.5.1807 in Kochel).

  • 1754

    Das Haus wurde neu erbaut.

  • 20.8.1764

    Maximilian Kögl (geb. 17.10.1738 in Kochel gest. 22.11.1767 in Kochel) übernimmt am 20.8.1764 durch Heirat der Witwe Maria Schmid, geb. Wörschhäuser.

    Er stammt vom „Erhard“, Kochel Nr. 5.

  • 3.2.1767

    Georg Orterer (geb. 4.4.1719 in Jachenau gest. 26.3.1793 in Kochel) übernimmt am 3.2.1767 durch Heirat der Witwe Maria Kögl, verwitwete Schmid, geb. Wörschhäuser.

    Er stammt vom „Orterer“ Am Ort Nr. 29 Jachenau.

  • 17.2.1794

    Der Sohn aus zweiter Ehe, Lorenz Kögl (geb. 3.8.1765 in Kochel gest. 24.8.1845 in Kochel) übernimmt nach dem Tod des Stiefvaters von der Mutter und heiratet am 17.2.1794 Maria Wagner (geb. 14.1.1769 in Kochel gest. 6.4.1836 in Kochel) vom „Mesner“, später „Schmied“, Kochel Nr. 4.

  • 16.1.1832

    Michael Kögl (geb. 22.5.1804 in Kochel gest. 3.3.1888 in Kochel) übernimmt vom Vater und heiratet am 16.1.1832 Catharina Mayr (geb. 5.10.1794 in Sindelsdorf gest. 6.3.1870 in Kochel).

  • 23.1.1865

    Thomas Kögl (geb. 12.12.1832 in Kochel gest. 24.6.1888 in Kochel), Fößer, übernimmt vom Vater. 1876 bis 1881: Bürgermeister von Kochel.

    Er heiratet am 23.1.1865 Anna Poschenrieder (geb. um 1835 in Bichl gest. 5.11.1912 in Kochel).

    Thomas Kögl
  • 18.1.1904

    Thomas Kögl (geb. 19.11.1865 in Kochel gest. in Kochel), Fößer, übernimmt von der Mutter und heiratet am 18.1.1904 Maria Bromberger (geb. 8.12.1872 in Winkl, Pfarrei Beuerberg gest. in Kochel). Keine Kinder.

  • 24.9.1901

    Das Haus brannte durch spielende Kinder ab, zusammen mit Haus Nr. 34 „Döller Sepp“. Die beiden alten Häuser, im alten Stil aus Holz gebut, standen dicht nebeneinander an der Schlehdorfer Straße mit der Front zur Straße.

  • 1902

    Das neue Haus wurde nebenan errichtet. Der „Döller Sepp“ baute sein Haus auf seinem Grundstück im Kleinfeld.

  • 10.6.1929

    Josef Mayr (geb. 27.6.1897 in Schöffau gest. in Kochel) übernimmt durch Heirat der Hoferbin 10.6.1929 Katharina Bromberger (geb. 1.6.1900 in Herrenhausen gest. in Kochel). Sie übernimmt von der kinderlosen Tante, Schwester des Vaters.

    Er stammt von Schöffau Nr. 2 „Draxler“, Pfarrei Uffing, seit der bayerischen Gemeindegebietsreform 1978 auch Gemeinde Uffing.

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