Kochel am See Nr. 34 „Döller Sepp“
Heute Von-Aufseß-Weg
Die Gründung des ersten Dölleranwesens liegt noch im Dunkel.
Archivforschungen könnten jedoch Licht in die Sache bringen. Aus den bisherigen Aufzeichnungen kann man entnehmen, dass der Döller wahrscheinlich vom Wirt Kochel 25 gegründet worden ist. Das dürfte etwa um 1400 gewesen sein. Zunächst war der Döller ein größerer Hof, der dann etwa 1490, genau so wie der Moar Kochel 10 und der Bauer von Ort, Kochel 47 geteilt wurde, beim Döller zum Döller Lenz und zum Döller Sepp.
Dass der Döller bedeutend war, geht auch aus den ersten Familiennamen hervor. Beim Döller Lenz, waren es zuerst die Dölle, die sich zuvor Tolle, später Telle nannten und beim Döller Sepp waren es die Resenberger (Rösenperger), also Söhne vom Moar Haus Nr. 10, die diesem Anwesen seine Bedeutung gaben.
Die Bedeutung des damaligen Döllerhofes ist auch aus den Waldgrundstücken erkenntlich. Etwa 1670 wurde der Wald aufgeteilt und abgemarkt und 1700 erfolgte die Einweisung auf die bereits aufgeteilten Anwesen. Zunächst war der oder die Döller Besitzer des Döllerfeldes. Sie grenzten an die Grundstücke des Moar, die jetzt im Besitz von Biller sind. Die nördliche Grundstückgrenze war der See. Auf ein Moosgrundstück hat man bei der Hofgründung wohl verzichtet. Es blieb im Besitz des Wirts, unten bei der „Grünen Lache“.
Durch Heirat, Grundtausch und Grundverkäufe wurde das Döllerfeld in den vergangenen Jahrhunderten aufgeteilt und ging auf verschiedene Besitzer über.
Beim Döller Sepp haben wir die seltene Möglichkeit in Kochel, die Besitzer über den Dreißigjährigen Krieg hinaus zu wissen.
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Hans Resenberger (geb. in Kochel U vor 1615 in Kochel) übernimmt. Er stammt vom „Moar“, „Maierbauer“ in Kochel Nr. 10.
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1612
Georg Resenberger (geb. in Kochel gest. um 1651 in Kochel) übernimmt vom Vater und heiratet 1612 Spes Weigl (geb. in Obersteinbach gest. in Kochel).
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12.10.1665
Balthasar Schnöck (geb. in Unterau gest. in Kochel) übernimmt von der Großmutter. Er ist der Sohn Urban Schnöck von Unterau und Anastasia Schnöck, geb. Resenberger hier vom „Döller Sepp“. Bruder Michael Schnöck ist 1669 Jäger des Herrn von Gugler von München in Zeilhofen, Bezirksamt Erding.
Er heiratet am 12.10.1665 Anastasia Öttl (geb. in Kochel gest. 5.2.1679 in Kochel) vom „Öttl“, Kochel Nr. 28.
In zweiter Ehe heiratet er am 18.4.1679 Dorothea Schröferl (geb. in Kochel gest. 8.3.1695 in Kochel) vom „Falter“, Kochel Nr. 36. Keine Kinder aus dieser Ehe.
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20.6.1695
Der Sohn aus erster Ehe, Urban Schnöck (geb. 24.5.1674 in Kochel gest. 14.1.1743 in Kochel) übernimmt vom Vater.
Er ist Gemeiner bei der 13. Korporalschaft der Landesdefension.
Er heiratet am 20.6.1695 Anastasia Müller (gest. 24.2.1749 in Kochel), Klosterfischerstochter von Laingruben, seit 1865 = Benediktbeuern.
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1742
Sebastian Schnöck (geb. 13.5.1705 in Kochel gest. 17.5.1785 in Kochel) übernimmt vom Vater und heiratet 1742 Maria Schmid (geb. in Bichl gest. 20.7.1793 in Kochel).
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06.01.1761
Das Haus brannte nieder mit den Häusern 31 (Hoderer), 32 (Illn), 33 (Loachmo) und 35 (Döller Lenz).
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16.10.1775
Joseph Schnöck (geb. 14.12.1747 in Kochel gest. 17.5.1785 in Kochel) übernimmt vom Vater und heiratet am 16.10.1775 Maria Eibl (geb. 1745 in Kleinweil gest. 16.9.183 ? in Kochel) vom „Neuhaus“ in Kleinweil Nr. 2, Gemeinde Großweil, Pfarrei Schlehdorf.
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4.2.1823
Andreas Schnöck (geb. 24.12.1783 in Kochel gest. 19.12.1849 in Kochel) übernimmt von der Mutter und heiratet am 4.2.1823 Maria Finsterwalder (geb. 15.8.1789 gest. 20.6.1853 in Kochel) vom „Bäck“ in Kochel Nr. 8.
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19.1.1852
Andreas Schnöck (geb. 17.2.1825 in Kochel gest. 17.3.1858 in Kochel) übernimmt von der Mutter und heiratet am 19.1.1852 Maria Jais (geb. 12.7.1816 in Schlehdorf gest. 19.4.1883 in Kochel) vom „Drachsler“ in Schlehdorf Nr. 20 (2000: Mittelstraße 11).
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25.8.1858
Johann Baptist Riesch (geb. 16.7.1813 in Jachenau gest. 28.10.1895 in Kochel) übernimmt am 25.8.1858 durch Heirat der Witwe Maria Schnöck, geb. Jais.
Keine Kinder.
Er stammt vom „Zoelestin“ am Berg Nr. 3, Jachenau.
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4.6.1883
Michael Suttner(geb. 1.10.1842 in Gaissach gest. 18.4.1918 in Kochel) übernimmt am 4.6.1883 durch Heirat der Hoferbin Maria Anna Schnöck (geb. 31.1.1853 in Kochel gest. 27.3.1926 in Kochel).
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24.09. 1901
Das Haus brannte mit Haus Nr. 35 am 24.09. 1901 durch spielende Kinder ab. Die beiden alten Häuser, im alten Stil aus Holz gebaut, standen dicht nebeneinander an der Schlehdorfer Strasse mit der Front zur Strasse. Das neue Haus baute Michael Suttner 1902 auf seinem Grund oberhalb des Bahnhofs. (Maurermeister Leonhard Puntel, Kochel) mit kräftiger Unterstützung aller Kochler, besonders vom Bahnhofsrestaurant Stöger.
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14.7.1920
Franz Xaver Suttner (geb. 5.1.1888 in Kochel gest. in Kochel) übernimmt von der Mutter und heiratet am 14.7.1920 Anastasia Daser (geb. .1.1892 in Kochel gest. 22.8.1944 in Kochel) vom „Illn“, Kochel Nr. 32.
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28.8.1958
Xaver Suttner (geb. 04.01.1926 gest. 12.11.2015) übernimmt und heiratet am 28.8.1958 Ursula Koch geb. 3.2.1936 in Schweidnitz in Schlesien gest.27.2.2009).