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UM 1909
Alois Grünwald (geb. 21.2.1869 in Zwergern gest. 25.12.1952 in Walchensee) errichtet die Wirtschaft in Einsiedel. Er war Jäger in Fall und wurde 13.2.1901 „Hanslbauer“ durch Übernahme vom Vater. 28,558 Hektar = 84 Tagwerk 71 Dezimalen. Das alte „Hanslbauer“-Haus wird abgerissen und neu gebaut.
Er heiratet am 28.2.1901 Maria Anna Wasensteiner (geb. 5.12.1871 in Gaissach gest. 1918 in Einsiedel, Zwergern) vom „Moarbauer“ in Unterreuth, Gaissach Nr. 206.
13.2.1901: Ehe- und Erbvertrag, Königlicher Notar Karl in Tölz: Alois Grünwald heiratet seiner Braut Anna Wasensteiner den Besitz zum Miteigentum in Allgemeiner Gütergemeinschaft an im Hälftewert zu 10 000 Mark.
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1913
Verkauf des gesamten Besitzes, „Hanslbauer“ und Einsiedel, aus wirtschaftlichen Schwierigkeiten. Das Hotelgrundstück Nr. 62 1/3 wird beim Verkauf des „Hanslbauer“ vorbehalten und zu der Nr. 62 1/3 transferiert.
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1913
Gesamtbesitz: 4 Tagwerk 84 Dezimalen = 1,65 Hektar. Davon entfallen auf das Hotel 0,331 Hektar und die „Ramwiese“ 1,219 Hektar.
Hotel mit Terrasse, Gaststube, Speisesaal, Fremdenzimmer, Küche, Speise, Privatwohnung, Eiskeller, Stallung, Fremdenstallung, Waschküche, Schlachthaus, Remise, Hofraum.
Alois Grünwald (21.2.1869), 1918 verwitwet, muss das Anwesen in Einsiedel verkaufen, lebt zunächst in Walchensee, die kleinen Kinder kommen getrennt zu Verwandten. Nur die zwei Buben Alois, 11 Jahre alt, und Anton, 9 Jahre, der später gefallen ist, versteckten sich vor der Verteilung der Kinder und waren unauffindbar. Sie schlugen sich allein durchs Leben. Der Vater Alois Grünwald war vor der Heirat und Übernahme des elterlichen „Hanslbauer“ Jäger in Fall, kauft Grundstücke und baut Häuser in Walchensee, zeitweise in Königsdorf, verliert sie aber wieder, kaufte dann den Bauplatz Dainingsbachweg um 2 650 Reichsmark von Elise Simon in Sachenbach Nr. 1 (14.11.1927 Kaufvertrag Notariat Tölz, 0,180 Hektar = 53 Dezimalen), baute dann 1927 das „Haus Grünwald“ in Walchensee, Dainingsbachweg 21, wo er am 25.12.1952 völlig verarmt stirbt. Das Haus wird zwangsversteigert und Sohn Alois Grünwald ( 9.2.1907 in Zwergern U 26.9.1992 in Walchensee) erwirbt es am 24.9.1929 durch Zuschlagsbeschluß des Notariats Tölz, von diesem übernimmt es dessen Tochter Magdalena Grünwald.
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22.10.1917
Tutzinger Immobiliengesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) in München übernimmt durch Kauf um 105 000 Mark, davon 15 000 Mark für Mobilien (Notariat Tölz).
20.3.1918 (Notariat Tölz): 0,125 Hektar Weide unentgeltlich von Dr. Anastasius Nordenholz, dem derzeitigen Eigentümer des „Hanslbauer“ abgetreten. Besitz jetzt: 5 Tagwerk 21 Dezimalen = 1,775 Hektar.
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3.2.1925
Walchensee Werk A.G München übernimmt durch Kauf um 94 000 Reichsmark, davon 30 000 Reichsmark für Mobilien (Notariat Tölz).
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8.5.1932
Ludwig Stöffelmaier (geb. 25.6.1897 gest. 17.8.1955 in Walchensee) und Ehefrau Paula übernehmen durch Kauf um 40 000 Goldmark, davon 10 000 Goldmark für Mobilien (Notariat Tölz). Steuerlicher Einheitswert 52 000 Reichsmark.
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1938
Besitz: 5 Tagwerk 21 Dezimalen = 1,775 Hektar
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28.7.1954
Erbschein des Amtsgerichts Tölz: Auf Ableben der Ehefrau Paula Stöffelmaier erbt Ludwig Stöffelmaier.
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12.3.1957
Deutsche Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime, Kur- und Genesungsheime für Handel und Industrie e.V. (eingetragener Verein) übernimmt durch Kauf um 200 000 DM (Deutsche Mark), Notariat Dr. Glücklich, Wiesbaden.
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„Europäische Gesellschaft für Kur- und Erholungsheime in Wiesbaden“, vormals „Deutsche Gesellschaft für Kaufmanns-Erholungsheime, Kur- und Genesungsheime für Handel und Industrie e.V. Das Haus steht von 1973 bis 1977 leer und wird in renovierungsbedürftigem Zustand verkauft.
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3.12.1977
Peter Rumiz (geb. 27.10.1934 in Partenkirchen gest. 11.1.2021) übernimmt durch Kauf. Er stammt von Partenkirchen und ist Fliesenlegermeister. Fliesenlegergeschäft in Garmisch (seit 1934 Garmisch-Partenkirchen), leidenschaftlicher Segler auf dem Walchensee. Zum Areal des „Einsiedl“ gehören ein schattiger Biergarten, Badestrand mit Steg und Liegewiese, Bootsverleih, Bootsliegeplätze für Segler, Paddler und Surfer, Schule für Segler und Surfer, Tauchbasis mit Schule, Fahrrad- und Mountainbike-Verleih. Angler finden in nächster Nähe ergiebige Fanggründe. In den Wintermonaten Dezember bis Februar ruht der Betrieb.