Pessenbach, Pfarrei und Gemeinde Kochel am See Nr. 55 "Knapp"
Heute Pessenbach 8
Die Gründung des Hofes dürfte um, vielleicht schon lange vor der Jahrtausendwende gewesen sein. Wahrscheinlich wurde der Hof mit dem Schenkungsbrief des Kaisers Heinrich III. anno 1048 Untertan des Klosters Benediktbeuern. Es dürfte sich zunächst um eine kleinere Hofstelle gehandelt haben. Die Pessenbacher, die den Knappenhof hatten müssen rührige Leute gewesen sein, denn als die Jocher etwa 1557 wieder mit dem Erzabbau und dem Einschmelzen begannen, beteiligte sich auch ein Martin Pessenbacher an dem Unternehmen. Der Abbau war jedoch zu schwierig und die Unkosten waren größer wie der Gewinn, so dass das Unternehmen wieder eingestellt werden musste. Von da ab kennen wir den Hof als „Knapp“, was von den Bergknappen kommt. In den folgenden Jahrhunderten fertigte dann der Knapp Wetzsteine, hatte einen Steinbruch und stellte auch Zement her. Mit Flößen wurde das Material bis nach München, Landshut, Passau und Wien verfrachtet. Viele Pessenbacher und Kochler waren Steinmetze im Betrieb des Knapp. Aus den Archivalien ist dies zu ersehen.
Um 1700, als die Einweisung in die Wälder durch das Kloster erfolgte und die Bauern je nach Hofgröße mehr Waldfläche bekamen, kam der Knapp nicht so gut weg, denn er hatte ja einen erträglichen Nebenerwerb.
Die Vorfahren bis 1600 könnten durch eine Archivforschung festgestellt werden. Damals waren jedoch nur der Besitzer und der Zehnt, sowie der Frondienst aufgezeichnet.
Erst ab 1600 kennen wir aus den Kirchenbüchern die Besitzer mit ihren Familienangehörigen.
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Martin Pössenbacher (gest. vor 1583 in Pessenbach) übernimmt und heiratet Scholastica (gest. in Pessenbach). Martin hat auch einen Wetzsteinbruck und hat mit den Jochern zu Joch Bergbau betrieben.
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Der Sohn Jörg Pössenbacher (gest. 1641 in Pessenbach) übernimmt und heiratet Ursula (gest. in Pessenbach).
In zweiter Ehe heiratet er am 6.6.1612 Anna Obermiller (gest. in Pessenbach) „aufm Pach“ im Gericht Tölz.
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Caspar Pössenbacher (geb. um 1592 in Pessenbach gest. 1686 in Pessenbach) übernimmt vom Vater. 1635 bis 1660: Er ist Kirchenprobst in Kochel.
Er heiratet am 15.4.1627 Anna Kögl (geb. in Kochel U 29.3.1676 in Pessenbach).
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20.4.1670
Martin Pössenbacher (geb. in Pessenbach gest. 15.2.1714 in Pessenbach) übernimmt vom Vater und heiratet am 20.4.1670 Rosina Wörner (geb. in Heilbrunn gest. 20.7.1713 in Pessenbach).
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16.9.1709
Martin Pössenbacher (geb. 9.11.1673 in Pessenbach gest. 5.6.1727 in Pessenbach) übernimmt vom Vater und heiratet am 16.9.1709 Anastasia Ertl (geb. in der Au gest. in Pessenbach).
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27.6.1746
Martin Pössenbacher (geb. 10.10.1710 in Pessenbach gest. 11.12.1786 in Pessenbach) übernimmt von der Mutter und heiratet am 27.6.1746 Rosina Urban (geb. um 1727 in Unterenzenau gest. 20.7.1797 in Pessenbach).
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20.8.1787
Georg Würmseer (geb. in Wackersberg gest. 19.7.1797 in Pessenbach), Bauer und Steinmetz, übernimmt am 20.8.1787 durch Heirat der Hoferbin Anastasia Pössenbacher (geb. 3.4.1756 in Pessenbach gest. in Straßberg): Keine Kinder.
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21.5.1798
Franz Baur (geb. 8.1.1777 in Laingruben gest. in Straßberg) übernimmt am 21.5.1798 durch Heirat der Witwe Anastasia Würmseer, geb. Pössenbacher.
Er stammt vom „Asenbauer“ in Laingruben Nr. 25, seit 1865 = Benediktbeuern.
Sie erwerben das Gut Straßberg bei Benediktbeuern und ziehen dorthin.
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1806
Joseph Pensberger (geb. 26.1.1763 in Fischhaber gest. 9.10.1833 in Pessenbach), Steinbruchbesitzer (Zement und Wetzstein), übernimmt durch Kauf.
Er stammt vom „Heigl“ in Fischhaber Nr. 1 im Nonnenwald, Pfarrei Antdorf, Gemeinde Sankt Johannisrain, seit 1911 Gemeinde Stadt Penzberg.
Er heiratet am 28.8.1797 Margarethe Höck (geb. 11.7.1776 in Hub gest. 30.4.1843 in Pessenbach) von Hub, Einödhof im Nonnenwald, Hausnummer 14.
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2.6.1840
Bartholomäus Pensberger (geb. 8.5.1800 in Pessenbach gest. 15.6.1872 in Pessenbach) übernimmt von der Mutter und heiratet am 2.6.1840 Johanna Andrä (geb. 19.12.1809 in Heilbrunn gest. 30.8.1870 in Pessenbach).
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23.10.1871
Lorenz Eberl (geb. 15.1.1843 in Königsdorf gest. 22.4.1899 in Pessenbach) übernimmt am 23.10.1871 durch Heirat der Hoferbin Maria Pensberger (geb. 9.12.1849 in Pessenbach gest. 10.4.1922 in Pessenbach).
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Johann Baptist Eberl (geb. 8.5.1876 in Pessenbach gest. 31.5.1938 in Pessenbach) übernimmt vom Vater. Er bleibt ledig.
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Josef Schöfmann (geb. 31.5.1920 U 4.10.2002 in Pessenbach) übernimmt von seinem ledigen und kinderlosen Onkel. Er ist der Sohn von Kaspar Schöfmann von Häusern bei Benediktbeuern und Anastasia Schöfmann, geb. Eberl (geb. 2.5.1887 hier im Hause gest. 21.4.1968).
Er heiratet am 23.12.1944 Johanna Huber (geb. 20.8.1919 in Schlehdorf gest. in Pessenbach) vom „Mitterbartl“ in Schlehdorf Nr. 27 (2000: Mittelstraße 14).