Kochel am See Nr. 37 „Laisch“
Heute Schlehdorfer Str. 3
Der Laischnhof gehört als Fischerbauer zu den ältesten Siedlern in Kochel. Seine Gründung dürfte schon lange vor der Jahrtausendwende gewesen sein. Bereits 1270 ist der Hof unter den „6 Fischerlehen“ im Salbuch des Klosters Benediktbeuern erwähnt. Erst ab 1600 haben wir die Besitzer mit ihren Familienmitgliedern. Eine Zurückverfolgung der Vorfahren wäre nur mit Briefprotokollen möglich.
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Kaspar Zwerger heiratet am 31.05.1618 Elisabeth, gest. 1634
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16.01.1635
Das Anwesen übernahm am 16.01.1635 sein Bruder Balthasar Zwerger (gest. 18.5.1674 in Kochel), Fischer und Bauer.
Er heiratet zunächst Katharina. Die Ehe blieb kinderlos.
In zweiter Ehe heiratet er am 9.2.1639 Rosina Hainrizi (geb. in Kochel gest. 25.3.1673 in Kochel) von Kochel Nr. 1 „Schmied“. Sie bekommt 50 fl, Anfall 13 fl.
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15.11.1667
Andreas Zwerger (geb. 1640 in Kochel gest. vor 7.1680 in Kochel), Fischer und Bauer, Sohn von Balthasar Zwerger und 2. Ehefrau Rosina, geb. Hainrizi, übernimmt und heiratet am 15.11.1667 Ursula Eberl (geb. in Kochel U 8.3.1743 in Kochel) von Kochel Nr. 7 "Franzl". Sie bekommt 211 fl, 1 Jungrind.
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2.3.1677
Gerichtsprotokoll Benediktbeuern: Elisabeth Zwerger verheiratet mit Johann Zwerger, Bürger und Maurer in Tölz, quittieren ihrem Bruder und Schwager Andre Zwerger, Fischer zu Kochel, für bei ihm verdienten Lidlohn 5 fl, für ein Jungrind 3 fl, für die Ehrenkleider für die Kirche 4 fl, , für Bettstatt und Truche 3 fl, väterliches und mütterliches Erbgut 8 fl, „durch mich selbst anderweitig verdienten Lidlohn 67 fl, alles beisammen in einer Summe auf meinem hochzeitlichen Ehrentag samt einem gerichten Bettgewandt zu geben versprochen und gegeben.“ Zeugen: Andree Eberl, Kochel, Thoman Spitzofner, Cramer, und Johann Schneider, Sattler, beide von Laingruben.
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12.7.1680
Blasius Eberl (geb. in Ort gest. 12.1712 in Kochel), Fischer und Bauer, von Ort Nr. 46 „Schnaitter“, Pfarrei Kochel übernimmt am 12.7.1680 durch Heirat der Witwe Ursula Zwerger, geb. Eberl. Er bringt 231 fl mit und war Gemeiner bei der XIII. Korporalschaft der Landesdefension.
1680: Bei der Wiederverheiratung der Mutter Ursula Zwerger, geb. Eberl bekommen die drei überlebenden Kinder 300 fl Vatergut.
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13.4.1712
Der Sohn aus zweiter Ehe der Mutter, Melchior Eberl (geb. 6.5.1687 in Kochel gest. 27.8.1765 in Kochel), Fischer und Bauer, übernimmt und heiratet am 13.4.1712 Maria Mosmiller (geb. in Kochel gest. 18.3.1726 in Kochel) von Kochel Nr. 9, „Moar Michl“, „Moar Lantfried“.
In zweiter Ehe heiratet er am 23.7.1726 Barbara Rieger (geb. in Untersteinbach gest. 23.06.1762 in Kochel).
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20.5.1765
Benedict Eberl (geb. 18.3.1719 in Kochel gest. 26.5.1801 in Kochel), Sohn aus erster Ehe, übernimmt vom Vater und heiratet am 20.5.1765 Maria Schöner (geb. 10.2.1738 in Kochel gest. 30.12.1800 in Kochel) von Kochel Nr. 6 „Warmann“.
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1766/67
Benedict und Maria Eberl erbauten das Haus neu. Am Giebel des Hauses ist die Inschrift ESA 1766/7, was auf Eberl Schöner Anno 1766/7 schließen lässt. Zur gleichen Zeit wurden die Höfe „Hoderer“, „Laichmann“, „Döller Lenz“ und „Döller Sepp“, die am 6.1.1761 abbrannten, neu errichtet.
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30.6.1801
Melchior Eberl (geb. 23.7.1769 in Kochel gest. 16.9.1846 in Kochel) übernimmt vom Vater und heiratet am 13.7.1801 Anastasia Sonner (geb. 1.9.1779 in Bichl gest. 19.2.1840 in Kochel) von Bichl „Beim Ditten“.
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16.7.1808
Kataster: Der 1/4 „Leisch“-Hof Melchior Eberl: ein halbgemauertes Wohnhaus Nr. 17 mit ebensolcher Stallung und hölzernem Stadel unter einem Dach und einem zur Hälfte gemauertem Kasten am 30.6.1801 samt Fischwasser, und zwar zum Teile allein und zum Teil gemeinsam mit den anderen Fischern und ganzer Einrichtung vom Vater übernommen um 300 fl, Krautgarten, Pflanzgärtl, Felder und Wiesen, Gemeindeanteil an unverteilten Gemeindegründen, Fischfang im Kochelsee zum Gut gehörig.
Gerichtsbar zum Königlichen Landgericht Tölz, Scharwerkgeld, Forstzins, Freistift, Simplum (=einfache Steuer), Fourage-Anlag (=Verpflichtung, die Militärpferde aus der Umgebung auf dem Hof zu versorgen), Vorspann-Anlag.
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3.6.1844
Michael Eberl (geb. 14.4.1815 in Kochel gest. 3.2.1867 in Kochel) übernimmt 1844 vom Vater zum Wertanschlag von 2 780 fl.
Er heiratet am 3.6.1844 Elisabeth Pessenbacher (geb. 25.4.1822 in Kochel gest. 5.2.1890 in Kochel) von Kochel Nr. 7 „Franzl“.
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2.10.1884
Michael Eberl (geb. 25.7.1845 in Kochel gest. 18.2.1933 in Kochel) übernimmt vom Vater zum Wertanschlag von 14 000 Mark (81 Tagwerk 5 Dezimalen) und heiratet am 27.10.1884 Rosina Pössenbacher (geb. 21.11.1855 in Ort gest. 28.5.1933 in Kochel) von Ort Nr. 46 „Schnaitter“.
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25.10.1921
Nach der Todeserklärung vom 25.10.1921 des Sohnes Michael Eberl (geb. 12.2.1889 am 31.10.1914 vermißt als Soldat im Ersten Weltkrieg (1914-1918) in der Schlacht bei Gheluvelt in Flandern, Belgien) adoptierten Michael und Rosina Eberl ihre Pflegetochter Katharina Schmid von Höhlmühl und übergaben ihr das Anwesen. Katharina Schmid ist die Tochter der früh verstorbenen Schwester Maria Pössenbacher ( 8.12.1858 in Ort Nr. 46 „Schnaitter“) verheiratet mit Stefan Schmid nach Höllmühl, Pfarrei Habach seit 1805, vorher Pfarrei Aidling.
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6.5.1922
Johann Gerg (geb. 1.11.1891 in Kochel gest. in Kochel) übernimmt am 6.5.1922 durch Heirat der Erbin Katharina Schmid (geb. 1.11.1891 in Höllmühl, Pfarrei Habach gest. in Kochel). Er stammt von Kochel Nr. 26 „Hanasima“.