82431 Kochel am See Nr. 9 „Moar Michl“, „Moar Landfried“
Haincz Rösenperger, Mair in Kochel 10 teilte um 1500 seinen Hof. Den halben Hof bekam sein Sohn Haincz (10) und die zweite Hälfte sein Sohn Liendl. Auch die Grundstücke wurden halbiert. Zum Moarhof gehörte einmal die jetzige Moar-Broatn, dann das Gelände des Bahnhofes, die ganzen Grundstücke des Billers bis hinüber zum Döllerfeld. Die nördliche Grenze war das Seeufer. Dieses war damals etwa, wo jetzt die Streuwiesen beginnen. Scheinbar hat man die Flächen ausgelost, weil Liendl zunächst den südl. Teil der Moar Broatn hatte. Dieser kam erst später wieder durch Tausch zum Urhof zurück.
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vor 1506
Liendl Rösenperger (gest. vor 1559 in Kochel) vom „Moar“ Kochel Nr. 10 übernimmt den halben Hof, die Nr. 9, des vom Vater Haincz Rösenperger geteilten Hofes, Bruder Haincz Rösenperger bekommt die andere Hälfte, „Moar“ Nr. 10.
Er heiratet vor 1506.
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Hans Rösenperger (Resenberger) (gest. 1583) übernimmt vom Vater.
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Andreas Resenberger (geb. in Kochel gest. 1595 in Kochel) übernimmt vom Vater.
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1610
Georg Resenberger (geb. in Kochel gest. in Kochel) übernimmt vom Vater und heiratet 1610 Anna (gest. in Kochel).
Er verkauft den Halbhof an seinen Schwager Hans Gerold und dessen Sohn, Vetter Michael Gerold von Kochel.
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25.8.1628
Michael Gerold (geb. in Kochel gest. in Kochel) übernimmt durch Kauf und heiratet am 25.8.1628 Elisabeth (Puechperger) Wörner vom „Wirt“ in Jachenau Nr. 7.
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3.11.1661
Georg Gerold (geb. in Kochel gest. 4.12.1672 in Kochel) übernimmt vom Vater und heiratet am 3.11.1661 Catharina Tanner (geb. in Jachenau gest. 8.2.1673 in Kochel) vom „Vordertanner“, auf der Tannen Nr. 32, Jachenau.
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um 1673
Thomas Wörner (geb. um 1636 in Jachenau gest. nach 1707 in Kochel) übernimmt durch Kauf um 1 200 fl. nach dem Tod der Vorbesitzer.
Er stammt vom „Wirt“ in Jachenau Nr. 7 bei der Kirche.
In erster Ehe heiratet er am 21.7.1673 Margaretha Jocher (geb. in Joch gest. 20.3.1680 in Kochel) von Joch am Kochelsee Nr. 43 „Müller in Joch“.
In zweiter Ehe heiratet er am 9.2.1682 Anna Heinritzi (gest. 23.9.1690 in Kochel) von Kochel Nr. 1 „Schmied".
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30.12.1684
Thomas Wörner kam auf die Gant (Zwangsverkauf). Das Anwesen ersteigerte Elisabeth Gerold, Tochter des Vorbesitzers um 1204 fl 56 Xr.
Thomas Wörner geht als Inwohner und Wegmacher auf der Kesselbergstraße nach Kochel Nr. 15 „Wegmacher“, „Schönerl“, das Sohn Marcus übernimmt.
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30.12.1684
Elisabeth Gerold (geb. 30.11.1662 in Kochel gest. 21.7.1712 in Kochel) ersteigert das elterliche Anwesen um 1204 fl 56 Xr, das nach dem Tode ihrer Eltern Georg Gerold und Catharina Tanner an Thomas Wörner verkauft wurde und unter diesem auf die Gant kam.
Sie heiratet am 19.2.1685 Melchior Moosmüller (geb. in Untersteinbach gest. 1710 in Kochel). Er war Gemeiner bei der 13. Korporalschaft der Landesdefension.
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27.2.1713
Andreas Jocher (geb. 23.11.1680 in Joch gest. 11.5.1752 in Kochel) übernimmt durch Heirat der Hoferbin Ursula Moosmüller (geb. 19.2.1689 in Kochel gest. 29.7.1763 in Kochel) am 27.2.1713. Er stammt von Joch am Kochelsee Nr. 43 „Müller in Joch“.
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26.8.1751
Melchior Orterer (geb. 1.11.1714 in Jachenau gest. 2.11.1792 in Kochel)übernimmt am 26.8.1751 durch Heirat der Hoferbin Maria Jocher (geb. 1716 in Kochel gest. 7.3.1793 in Kochel).
Er stammt vom „Laichhannes“ in Laich Nr. 11, Jachenau.
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10.2.1783
Michael Orterer (geb. 25.9.1752 in Kochel gest. 21.12.1821 in Kochel)übernimmt vom Vater. Er heiratet in erster Ehe am 10.2.1783 Eva Eberl (geb. in Laingruben (seit 1865 = Benediktbeuern) U 9.11.1796 in Kochel).
In zweiter Ehe heiratet er am 6.2.1797 Elisabeth Ring (geb. 1752 in Habach gest. 19.3.1831 in Kochel). Keine Kinder aus dieser Ehe.
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28.1.1822
Landfried Orterer (geb. 7.6.1785 in Kochel gest. 1860 in Lenggries) übernimmt nach dem Tod des Vaters. Er ist der Namensgeber für den Hofnamen. Er war leidenschaftlicher Jäger.
Er heiratet am 28.1.1822 Catharina Wörner (geb. 14.4.1795 in Niedernach, Jachenau gest. 22.3.1834 in Kochel) von Niedernach Nr. 55, Jachenau.
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Um 1840
Nach dem frühen Tod der Ehefrau verkauft Landfried Orterer das Anwesen um 8 000 fl an Hofrat Georg von Dessauer von Kochel Nr. 66 „Aspenstein“ und zog zu seiner Schwester Anastasia Kohlhauf zum „Moritz“ nach Lenggries, wo er 1860 vor Gram starb.
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Um 1840
Georg von Dessauer, königlicher Hofrat und Besitzer vom „Aspenstein“, Kochel Nr. 66, übernimmt durch Kauf um 8 000 fl.
Er vereinigte das Anwesen mit seinem Gut und ließ das Haus Nr. 9 abbrechen. Es stand mit der Front nach Osten, gleichgerichtet mit dem alten „Moar“-Hof Nr. 10, zwischen diesem und dem Haus Nr. 4 „Schmied“ im Garten. Auf den Kellermauern des alten Hauses ist das Waschhaus vom „Moar“ Nr. 10 gebaut.