Schmied-Orterer

Kochel am See Nr. 1 „Schmied“, „Orterer“

1854 abgebrochen

Die Gründung der Hofstelle geht bis in das 13. Jahrhundert zurück.

In Kochel gab es damals noch keinen Schmied. Geräte und Reparaturarbeiten ließ man in der Klosterschmiede in Benediktbeuern machen. Nach dem Bau der Alten Kesselbergstaße anno 1492 aber erkannte man, dass in Kochel eine Schmiede notwendig sei.

Erst ab dem 16.Jahrhundert finden wir die laufenden Einträge über die Besitzer des Anwesens.

  • Matthäus Saal, Schmied in Kochel

    Ihm folgte sein Stiefsohn

  • Hans Heinrici (geb. in Kochel gest. vor 1674 in Kochel), Schmied in Kochel, übernimmt vom Vater

    Er heiratet Agathe von Laingruben (seit 1865 = Benediktbeuern), (gest. ­ 12.5.1691 in Kochel

  • um 1613

    Michael Heinrici (geb. und gest. in Kochel), Schmied in Kochel, übernimmt vom Stiefvater und heiratet um 1613 Christina Schmid (geb. und gest. in Kochel)

  • 5.2.1674

    Georg Heinrici (geb. um 1649 in Kochel gest. 14.2.1720 in Kochel, Hufschmied und Kirchenpfleger in Kochel, übernimmt nach dem Tod des Vaters.

    Übernahmewert 335 fl, damals der Wert von etwa 35 Kühen.

    Georg Heinrici war Gemeiner bei der XII. Korporalschaft der Landesdefension.

    Er heiratet am 5.2.1674 Eva Eberl von Hofstätt, Obersteinbach (gest. 17.3.1697 in Kochel) und in zweiter Ehe am 17.4.1697 Anna März ( geb. um 1659 in Ort gest. 27.9.1731 in Kochel) vom „Schröferl“ in Ort Nr. 51

  • 12.11.1710

    Der Sohn aus erster Ehe Johann Heinrici (geb. 17.12.1685 in Kochel gest. 27.5.1739 in Kochel), Hufschmied in Kochel, übernimmt vom Vater.

    Er heiratet am 12.11.1710 Maria Krinner (geb. 3.3.1677 in Ort gest. 20.2.1743 in Kochel) vom „Karl“ in Ort Nr. 49

  • 21.1.1744

    Sebastian Heinrici (geb. 20.1.1717 in Kochel gest. 11.11.1782 in Kochel, Hufschmied in Kochel, übernimmt nach dem Tod der Eltern.

    Er heiratet am 21.1.1744 Juliane Schretter von Laingruben (seit 1865 = Benediktbeuern) (gest. 28.8.1781 in Kochel)

  • 1775

    Der vorgesehene Hoferbe Sohn Michael Heinrici starb am 30.12.1775.

  • 19.12.1782

    Tochter Maria Humpl, geb. Heinrici (geb.03.06.1746)erbte das Anwesen und verkaufte es am 19.12.1782 zu dem damaligen Wert von 40 Kühen, um 1500 Gulden.

  • 19.12.1782

    Johann Orterer (geb. 29.5.1761 in Kochel gest. 10.7.1831 in Kochel), Schmied von Kochel Nr. 10 ½, „Orterer“, „Oberschmied“, Nebenhaus vom „Moar“ Nr. 10, übernimmt durch Kauf um 1 500 fl.

    Er stammt von Kochel Nr. 31 „Hoderer“.

    Am 3.2.1783 heiratete er Maria Oswald (geb. 26.10.1762 in Sachenbach, Jachenau gest. 14.10.1784 in Kochel) vom „Seppenbauer“ in Sachenbach Nr. 2.

    Sie ertrank vom Moos kommend, bei der Heimfahrt im Rohrsee mit Rosina Riesch von Kochel 31 (Hoderer – Halbschwester von Johann Orterer) und Jakob Roboaster aus Tirol.

    In zweiter Ehe heiratete er am 17.1.1785 Maria Theres Laichmann (geb. ­ 14.10.1761 in Bichl gest. 25.5.1834 in Kochel)

  • 12.1.1824

    Michael Orterer (geb. 22.9.1794 in Kochel gest. 29.6.1862 in Kochel), Schmied, übernimmt vom Vater.

    Er heiratet am 12.1.1824 Anastasia Müller (geb. 29.3.1806 in Kochel gest. 24.8.1857 in Kochel) vom „Wirt“ in Kochel Nr. 25.

  • Um 1840

    Michael Orterer verkaufte das Anwesen, ca. 1840 an Hofrat Georg v. Dessauer, Kochel 66 (Aspenstein). In dieser Zeit wird ein Schmied Johann Frank von Ascholding, geb. ca. 1786, verh. mit Katharina Seidl, geb. ca 1794, auf dem Anwesen Kochel 1 erwähnt. Wahrscheinlich war dieser ein Angestellter oder Pächter des Besitzers v. Dessauer. Die Hofratsgattin Lousi v. Dessauer verkaufte am 7.2.1854 die zum Anwesen gehörige Schmiede um 700 Gulden an den ledigen Schmiedesohn Benedikt Heinritzi von Benediktbeuern, der schon seit einem Jahr tatsächlich im Besitz der Schmiede war. Dieser vereinigte sie, mit dem am 5.1.1857 von ihm erworbenen Anwesen, Kochel Nr. 4.

  • 1854

    Das Haus Nr.1 ließ Frau von Dessauer 1854 abbrechen, wohl aus dem Grund, weil es einmal alt und so nahe am Haus Nr. 2 (Schuster) stand, dass es für den zwischen beiden Häusern durchgehenden Verkehr auf der Staatsstrasse ein großes Hindernis war. Der Grundbesitz des Anwesens verblieb in der Hand der Familie v. Dessauer.

Wir verwenden Cookies um unsere Website zu optimieren und Ihnen das bestmögliche Online-Erlebnis zu bieten. Mit dem Klick auf „Erlauben“ erklären Sie sich damit einverstanden. Weiterführende Informationen erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.

Einstellungen