Kochel am See Nr. 17 „Schneider“, seit 1890 „Glaser“
Heute Alte Str. 2
Gründung des Anwesens vor 1650.
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Sebastian Geiger ist Besitzer.
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1652
Thomas Reiser (gest. 12.9.1691 in Kochel), Schneider, übernimmt durch Kauf um 70 fl, dem damaligen Wert von etwa 7 Kühen. Er war Gemeiner bei der 12. Korporalschaft der Landesdefension und heiratet Elisabeth (gest. in Kochel).
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20.2.1708
Thomas Reiser (geb. 1673 gest. 7.4.1743 in Kochel), Schneider, übernimmt von der Mutter und heiratet am 20.2.1708 Ursula Pensberger (geb. in Bichl gest. 12.3.1743 in Kochel.
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7.2.1735
Joseph Gerold (geb. 20.2.1696 in Kochel gest. 1767 in Kochel), Schneider, übernimmt am 7.2.1735 durch Heirat der Hoferbin Catharina Reiser (geb. in Kochel gest. in Kochel). Er stammt vom „Pointschneider“, Kochel Nr. 19.
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23.11.1777
Simon Gerold (geb. 27.10.1741 in Kochel gest. in Kochel), Schneider, übernimmt nach dem Tod des Vaters und heiratet am 23.11.1777 Elisabeth Schmid (geb. um 1743 in Obersteinbach gest. 24.12.1813 in Kochel).
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8.1.1810
Matthias Gerold (geb. 13.7.1777 in Kochel gest. 2.1.1832 in Kochel), Schneider, übernimmt vom Vater und heiratet am 8.1.1810 Catharina Hohenreiter (geb. 31.7.1769 in Jachenau gest. 10.1.1836 in Kochel) vom „Laichkaspar“ Laich Nr. 10, Jachenau. Die Ehe blieb kinderlos.
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19.11.1832
Matthias Huber (geb. 10.9.1809 in Sindelsdorf gest. 7.7.1884 in Kochel), Schneider, übernimmt am 19.11.1832 durch Heirat der Witwe Catharina Gerold, geb. Hohenreiter. Keine Kinder aus dieser Ehe.
In zweiter Ehe heiratet er am 31.5.1836 Maria Anna Lautenbacher (geb. 25.1.1810 in Ort gest. 25.10.1873 in Kochel) von Ort Nr. 50 „Erhart“.
Matthias Huber war der Erfinder der in ganz Deutschland und Österreich bekannten „Kochler Joppen", graues Tuch mit grünem Stehkragen. Er arbeitete mit 12 und mehr Gesellen und machte auch Uniformen für das Militär.
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1858
Schneider Huber, der zuerst das jetzige Haus Nr. 20 (Oswald) besessen hatte, soll etwa im Jahre 1858 mit Dominikus Poschenrieder das Anwesen, das Bergrecht und die Haus-Nr. getauscht haben und in das Haus Nr. 17 verzogen sein.
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24.9.1874
Matthias Huber (geb. 7.11.1847 in Kochel gest. 1923 in Tölz), Schneidermeister, übernimmt vom Vater. Er war Feldzugssoldat im Deutsch-Französischen Krieg 1870/1871.
Am 24.9.1874 heiratet er Rosina Jochner (geb. .12.1851 in Lauterbach gest. in Tölz) vom „Müller“ in Unterlauterbach, Gemeinde und Pfarrei Iffeldorf, Iffeldorf Nr. 43.
Der junge Mathias verstand es nicht das Geschäft des Vaters auf der Höhe zu halten, verkaufte und zog nach Tölz, Marktstraße 73, wo er als „Kochler Schneider“ wieder ein Geschäft eröffnete.
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1890
Xaver Allgäuer (geb. .11.1857 in Benediktbeuern gest. 28.7.1905 in Kochel -
durch Schlaganfall bei einer Radtour auf der Kesselbergstraße), Glasermeister, übernimmt durch Kauf. Er stammt von Benediktbeuern Nr. 33 „Glaser“. Er war der Begründer der ersten Kochler Blechmusikkapelle.
Der Hausname wurde „Glaser“.
Am 24.3.1890 heiratet er Mechthilde Schretter (geb. 7.9.1867 in Höhlmühl gest. 12.9.1930 in Tölz) von der „Höhlmühl“, Althöhlmühl, vor 1803 zum Stift Habach gehörig, liegt im Gemeindegebiet Aidling, 3 ½ Kilometer vom Dorf entfernt an der Straße von Lothdorf nach Habach.
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1909
Das Haus brannte ab und wurde 1910 wieder neu erbaut.
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26.5.1925
Anton Allgäuer (geb. 29.4.1899 in Kochel gest. in Kochel), Glasermeister, übernimmt vom Vater und heiratet am 26.5.1925 Maria Mayr (geb. 4.12.1901 in Kochel gest. 10.4.1968 in Kochel) vom „Moar“, Kochel Nr. 10.
Das Glasergeschäft wurde unter Anton erheblich vergrößert. 1950 wurde in Bad Tölz eine Zweigstelle mit Laden errichtet.
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1960
Aufgabe der Landwirtschaft
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1973
Anton Allgäuer ließ sein Haus abreißen und errichtete an gleicher Stelle ein großes Geschäfts- und Mietshaus.