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15.8.1918
Frau Charlotte Berend-Corinth, geb. Berend (geb. 1880 gest. 10.1.1967in New York), Professorengattin von Berlin, kauft von Michael und Maria Geiger, Besitzer des Hotels „Fischer am See“, Urfeld Nr. 69, um 3 000 Mark Grundstück Nr. 69 1/10 und weiteren Grund am 18. und 31.12 1919, Grundstück Nr. 69 1/11.
Sie ist seit 1903 mit Lovis Corinth (geb. 21.7.1858 in Tapiau bei Königsberg, Ostpreußen gest. 17.7.1925 in Zandvoort, Niederlande) verheiratet. Maler und Graphiker. Er ist neben Max Slevogt und Max Liebermann der bedeutendste deutsche Impressionist, eine leidenschaftliche, von Pathos erfüllte, ungestüme Künstlernatur von großer Schaffenskraft. Neben zahlreichen Porträts, Akten, Landschaften, seit 1918 Walchenseebilder und Stilleben schuf er seit etwa 1911 auch Radierungen, Lithographien und Buchillustrationen. Seine anfangs dunkle und schwere Malweise wandelte sich in helle Farbigkeit bei lockerer, sehr kraftvoller Pinselführung, die im Spätwerk ekstatische Formen annahm. Besonders in den letzten Lebensjahren entstanden intensive Selbstbildnisse von großer Eindringlichkeit. 1876 bis 1880 Studium in Königsberg, Maler-Akademie Professor Günther, 1880 bis 1884 in München Malklasse Professor von Loefftz. 1884 Reise nach Antwerpen, 1884-1887 nach Paris, lebte 1887-18891 in Königsberg, 1891-1900 in München, ab 1900 in Berlin, Klopstockstraße. Eröffnung einer privaten Malschule. 1915 Präsident der „Berliner Sezession“. 1920: „Gesammelte Schriften“, 1926 „Selbstbiographie“.
Die Ehefrau war eine Schülerin von Lovis Corinth.
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1919
Landhausneubau
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9.4.1937
Die Tochter Wilhelmine Hecker, geb. Corinth (geb. 13.6.1909 in Berlin gest. 31.5.2001 in New Haven, Connecticut, USA) verheiratet in Hamburg, Sofien-Terrasse 17, übernimmt am 9.4.1937 durch Schenkung im Wertanschlag zu 14 000 Reichsmark. Besitz 3 Tagwerk 59 Dezimalen = 1,224 Hektar.
Sie zieht 1939 nach Neuw York und verkauft das Grundstück am 3.5.1939 in Urfeld an Professor Werner und Elisabeth Heisenberg um 24 000 Reichsmark.
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3.5.1939
Professor Werner Karl Heisenberg (geb. 5.12.1901 in Würzburg gest. 1.2.1976), Physiker in Leipzig, Bozener Weg 14, übernimmt durch Kauf von Wilhelmine Hecker, geb. Corinth um 24 000 Reichsmark, davon 2 000 Reichsmark für Mobilien, Notar Hans Nobis in München. Er ist der Sohn von August Heisenberg ( 13.11.1869 in Osnabrück U 22.11.1930 in München), Professor, Byzantinist, Schüler und seit 1909 Nachfolger K. Krumbachers in München, zugleich Leiter der „Byzantinischen Zeitschrift“. Werner Heisenberg ist mit seinen fundamentalen Beiträgen zur Atom- und Kernphysik einer der bedeutendsten Physiker des 20. Jahrhunderts, der die Entwicklung der modernen Physik nachhaltig beeinflusste. In seiner Arbeit „Über quantentheoretische Umdeutung kinematischer und mechanischer Beziehungen“, 1925, wandte er erstmals das Konzept an, prinzipiell nur beobachtbare Größen in der Quantentheorie zu verwenden. Unter Mitwirkung von Max Born und P. Jordan ent aus diesem Konzept die Göttinger Form der Quantenmechanik. 1927 gelangte Heisenberg zur Aufstellung seiner Unschärferelation. 1932: Nobelpreis für Physik für seine grundlegenden Arbeiten zur Quantentheorie. Bei seinen anschließenden Arbeiten zur Kernphysik erkannte er 1932, dass das gerade entdeckte Neutron neben dem Proton als Baustein der Atomkerne anzusehen ist und formulierte 1940 die Theorie des Kernreaktors. 1927-1941 Professor in Leipzig. 1941-1945 Direktor des Kaiser-Wilhelm-Instituts für Physik in Berlin, seit 1946 Direktor des in Göttingen neugegründeten Max-Planck-Instituts für Physik und Astrophysik, das sich seit 1958 in München befindet., gleichzeitig jeweils Professor in Berlin, Göttingen, und München. Seit 1957 Mitglied des Ordens „Pour le Mérite“.
Er war mit Elisabeth Schumacher (geb. 1914 in Köln gest. 1998) verheiratet.
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1.2.1958
Verkauf von 6 960 m2 Wiese mit Eggart an Günther Lüders, Schauspieler in Düsseldorf, Erwin-von Witzleben-Straße 25, Besitzer seit 12.2.1954 der Grundstücke Urfeld 20 und 20a, von Margarete Pekrum erkauft.